Kampagnenschriftzug Elternakademie

Berlins schaurigste Herbstferien

Geisterwelten & Elternakademie

Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir in diesem Jahr an allen 3 Wochenenden Fachvorträge für Erwachsene von spezialisierten Referentinnen und Referenten an, die sich den komplexen Themen; Verlust, Trauer und Tod auf differenzierte Art und Weise nähern  – speziell ausgerichtet auf den Umgang in der Familie und mit Kindern. Die verschiedenen Workshops, Vorträge und Gespräche vermitteln Eltern, Großeltern und Bezugspersonen praktisches Rüstzeug und Ideen, um Kinder einfühlsam und altersgerecht zu begleiten.

Alle Angebote finden im Konzertsaal 2, Raum 356 statt.

Tagesticket: € 5,- | Familien ab 2 Personen: € 4,- p.P.
Online-Tickets Geisterwelten und Elternakademie

Workshop: Was unsere Familie braucht, wenn jemand stirbt

Workshop mit Eric Wrede, (Bestsellerautor und Bestatter - www.lebensnah-bestattungen.de)

Sa 18. Oktober, 14-15:30 Uhr | So 02. November, 14-15:30 Uhr

Wenn jemand aus dem Umfeld stirbt, stehen Familien oft sprachlos da. Doch wie kann man Kinder darauf vorbereiten – ohne Angst, ohne Überforderung? Bestatter und Autor Eric Wrede (Bestseller “Wenn wir ins Gras beißen”) gibt in zwei Workshops Eltern, Großeltern und Bezugspersonen das Rüstzeug, um Kinder ehrlich, behutsam und altersgerecht auf das Thema Tod und Trauer vorzubereiten.

Die Teilnehmenden erfahren:
- wie Kinder in verschiedenen Altersstufen mit Trauer umgehen
- wie man eine klare Sprache findet (statt Tabus wie “Opa schläft jetzt”)
- welche Rechte Kinder in Trauerzeiten haben
- und welche Rituale und Möglichkeiten Familien schon vor einem Verlust entwickeln können, um im Ernstfall gemeinsam stark zu sein. 

Es geht nicht nur um Wissen, sondern auch um konkrete Übungen, Gesprächsbeispiele und den Austausch miteinander. Ziel ist es, dass Familien mit mehr Sicherheit, Ideen und Offenheit nach Hause gehen – und wissen, wie sie Kinder begleiten können, wenn irgendwann jemand stirbt.

Gespräch: Mein Leben als Clownin

Gespräch mit Florentine Schara, Rote Nase e.V., (Schauspielin und Clownin)

So 19. Oktober, 14 - 15 Uhr

Ob OP Begleitung, Psychiatrie, Hospiz oder Krebsstation - die Einsatzbereiche eines Krankenhausclowns sind mannigfaltig - und im besten Falle bringt er Ablenkung, Leichtigkeit und eine besondere Sichtweise auf die Dinge - auch auf die schweren.
Meine Erfahrungen aus dieser Arbeit will ich gerne teilen, weniger als Vortrag als vielmehr durch eine Einladung zum Gespräch: was sie schon immer über Clowns im Krankenhaus wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten...
Das könnte sein: 
Was ist das überhaupt, ein Clown? Ist man das oder wird man das, oder wie oder was? 
Was macht ein Clown ausgerechnet im Krankenhaus und in Krisengebieten? Und ist er dort überhaupt angebracht?
Warum hilft es manchen auch schwerkranken Kindern, wenn Clowns sie besuchen kommen? Was von der Betrachtungsweise durch die Augen eines Clowns lässt sich vielleicht auf den Umgang mit Krankheit und Krise im Familienkontext übertragen?  
Was sind die Herausforderungen im Umgang mit schwerstkranken Kindern und ihren Familien? Wie begegnet die Clownin dem Tod?  Wie die Spielerin? 
Und natürlich auch: warum wird man Clown im Krankenhaus oder im Krisensetting und vor allem, wie?

Ich freue mich sehr darauf, mir mit Ihnen dazu - und noch zu so viel  mehr - Gedanken zu machen.

Florentine Schara ist Schauspielerin und Clownin. Seit 15 Jahren ist sie für Rote Nasen Deutschland e.V. tätig und besucht als Perdita „Poppy“ Poppers auch schwerstkranke Kinder in Krankenhäusern oder im Kinderhospiz. Als Teil von Red Noses International ist sie seit 2017 außerdem in Krisengebieten weltweit unterwegs, so zum Beispiel im Süd Sudan, in Griechenland oder der Ukraine, und lotet auch hier die Grenzen aus, um dem Schrecken der Welt mit Humor und Leichtigkeit zu begegnen - mit Feingefühl und auf Augenhöhe. 
 

Workshop: Bilder der Vergänglichkeit Kunstbetrachtung als Übung im Abschiednehmen

Workshop mit Dr. Martin Mettin, Philosoph und Autor

Sa 25. Oktober, 14 -15 Uhr

In unserer rastlosen Zeit fällt es oft schwer, mit Verlust und Vergänglichkeit umzugehen – sowohl für uns selbst als auch im Gespräch mit Kindern. Doch was, wenn uns gerade das bewusste Betrachten von Kunst dabei helfen könnte? Dr. Martin Mettin, Philosoph und Autor, lädt zu einer anderen Art des Sehens ein: Gemeinsam erkunden wir, wie Fotografien und andere Kunstwerke uns dabei unterstützen können, einen Umgang mit dem Tod zu finden. Kunst hält flüchtige Momente fest und schenkt uns zugleich Zeit: Zeit zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Trauern.

In diesem interaktiven Vortrag erfahren Sie:
- Warum langsames Betrachten in der digitalen Welt hilfreich sein kann
- Wann Kunstwerke zu „Trauerbegleitern“ werden
- Wie Sie mit Kindern gemeinsam Bilder entdecken und ins Gespräch kommen können

Keine Kunstkenntnis erforderlich – nur die Bereitschaft, sich auf einen neuen Blick einzulassen. Mit praktischen Übungen und Zeit für Austausch.

Vortrag: Berliner Friedhöfe: Besonderheiten – Nutzung – Trivia

Vortrag mit Markus Malik, Sozialpädagoge und Linguist, er arbeitet zur Zeit an einer Geschichtensammlung über Friedhöfe

So 26. Oktober, 14-15 Uhr
Für Geschichtsinteressierte, Stadtentdecker*innen, Kulturbegeisterte und alle, die Berlin von einer ungewöhnlichen Seite kennenlernen möchten.

Berliner Friedhöfe sind mehr als nur letzte Ruhestätten; sie sind grüne Oasen, historische Archive und Spiegel der Gesellschaft. Sozialpädagoge und Linguist Markus Malik taucht ein in die besondere Welt dieser Orte und beleuchtet ihre vielfältige Nutzung durch Flora, Fauna und Besucher*innen.

Die Teilnehmenden erfahren:

  •  welche interessanten Geschichten von damals und heute diese Orte bergen
  • wie Friedhöfe als interkulturelle Begegnungsstätten dienen, z.B. durch spezielle  Areale für Schwule auf dem Alten St. Matthäus-Kirchhof oder interreligiöse Begräbnisplätze
  • welche besonderen Friedhöfe Berlin und den Großraum prägen, von den Bergmann-Friedhöfen bis zum Südwestkirchhof Stahnsdorf mit seiner norwegischen Kapelle
  • und welche kuriosen und historischen Ereignisse sich dort zutrugen, wie der Kopfraub des Regisseurs F.W. Murnau oder der Besuch der Queen.

Der Vortrag spannt einen Bogen von der sozialen Bedeutung über skurrile Trivia bis hin zur Methodik, mit der diese Orte erforscht werden können – etwa durch Fragebögen und Interviews mit Friedhofsbesuchern.

Gesprächsimpulse: Abschiedskoffergestaltung

Einen Blick in den Abschiedskoffer – Impuls für Eltern mit Wendy Pladeck, www.abschiedsgestalterin.de - www.instagram/abschiedskoffer

Sa 01. November, 14-15 Uhr

Abschied, Tod und Trauer gehören zum Leben – auch zum Leben von Kindern. Oft treten diese Themen unvermittelt in den Familienalltag. In solchen Momenten wünschen sich viele Eltern Sicherheit im Umgang mit ihren eigenen Gefühlen und eine klare Orientierung, wie sie ihre Kinder in diesen schwierigen Situationen begleiten können. Abschiedsgestalterin Wendy Pladeck gibt Erwachsenen mit ihrem Abschiedskoffer Impulse, wie sie auf Situationen des Abschieds reagieren können. Er lädt dazu ein, eigene Haltungen zu reflektieren, neue Wege im Umgang mit Abschieden zu entdecken und das Vertrauen zu stärken, Kinder auf ihren ganz persönlichen Wegen des Abschieds zu begleiten.

Der Abschiedskoffer vereint:
- Wissen über das kindliche Todesverständnis
- Kindgerechte Medien (Bilderbücher, Filme, Theaterstücke) und Rituale als Türöffner für Gespräche
- Gesprächsimpulse, die Eltern darin unterstützen, Worte zu finden und ehrlich über Sterben und Tod zu sprechen

Programmänderungen vorbehalten